Ruhrolympiade

Good-bye Ruhrolympiade – Welcome Ruhr Games!

Stabwechsel von der Ruhrolympiade zu den Ruhr Games. Foto: Ruhrolympiade e. V.
Stabwechsel von der Ruhrolympiade zu den Ruhr Games. Foto: Ruhrolympiade e. V.

Seit dem Jahr 2012 hat die Ruhrolympiade eine Wettkampfpause eingelegt. Im Olympia-Jahr trafen sich die Sporttalente aus dem Ruhrgebiet bei der Traditionsveranstaltung zum 48. und vorerst letzten Mal in Duisburg. Ein Jahr später fiel die Entscheidung der Organisatoren zugunsten eines neuen Veranstaltungsformates: Der Staffelstab wurde an die Ruhr Games weitergereicht, die vom 3. bis 6. Juni 2015 ihre Premiere in der Metropole Ruhr feiern. Vier Tage lang wetteifern dann rund 10.000 Teilnehmer im Alter von 12 bis 18 Jahren aus den 15 Städten und Kreises des Ruhrgebiets sowie aus ihren europäischen Partnerstädten in 16 olympischen Disziplinen und Actionsportarten miteinander. Austragungsorte für die Ruhr Games und ihr vielseitiges Kultur-Rahmenprogramm sind ausgewählte Sportstätten und industriekulturelle Standorte in den fünf Städten Essen, Bottrop, Gladbeck, Gelsenkirchen und Oberhausen.

Bunte Sportpalette bei der Ruhrolympiade

Turnen stand stets auf dem Ruhrolympiade-Programm. Foto: Ruhrolympiade e. V.
Turnen stand stets auf dem Ruhrolympiade-Programm. Foto: Ruhrolympiade e. V.

Während die Ruhr Games – im wahrsten Sinne des Wortes – ein ganz junges Sportevent sind, kann die Ruhrolympiade auf eine lange Tradition zurückblicken. Im Jahr 1964 wurde in Bochum zum ersten Mal ein Städtevergleichskampf ausgetragen, an dem in den Folgejahren immer mehr Kommunen teilnahmen. Im Jahr 1993 wurde der Verein Ruhrolympiade gegründet, der beim Regionalverband Ruhr in Essen angesiedelt ist, und im Jahr darauf schickten erstmals alle 15 Städte und Kreise des Ruhrgebiets ihre Nachwuchssportler ins ruhrolympische Rennen. Auf dem Höhepunkt der Ruhrolympiade gingen an die 7.000 Teilnehmer aus 22 Städten und Kreisen der Rhein-Ruhr-Region an den Start. Auf dem Wettkampfprogramm standen bis zu 25 überwiegend olympische Sportarten von Badminton und Fußball über Leichtathletik und Reiten bis hin zu Turnen und Volleyball, aber auch Trendsportarten wie zum Beispiel Wakeboard.

Die Ruhrolympioniken legen eine Pause ein. Foto: Ruhrolympiade e. V.
Die Ruhrolympioniken legen eine Pause ein. Foto: Ruhrolympiade e. V.

Champions, Titel und Trophäen

Neben dem Titel eines Ruhrolympiade-Siegers kämpften die Athleten in ihrer Sportart auch um Punkte für die Städtewertung. Rekordchampion Dortmund führt die Gewinnerliste mit 26 Gesamterfolgen souverän an. Pokale gab es auch für die Jugendförderpreisträger, zu denen Talente gehörten, die später internationale Triumphe feierten wie der Essener Kanute Jonas Ems, die Mülheimer Schwimmerin Lisa Vitting, der Recklinghäuser Fechter André Weßels und der Wittener Ringer Mirko Englich. Die herausragenden Leistungen dieser Spitzentalente belohnte der Verein pro Ruhrgebiet bei jeder Ruhrolympiade mit einem Preisgeld in Höhe von insgesamt 5.000 Euro, das je zur Hälfte an eine Sportlerin und einen Sportler ging.

Vorfreude auf die Ruhr Games

Mit Schwung zu den Ruhr Games 2015. Foto: Rasmus Trunz
Mit Schwung zu den Ruhr Games 2015. Foto: Rasmus Trunz

Aufgrund der Entwicklung der Ruhrolympiade und den damit gestiegenen organisatorischen Anforderungen wurde es zuletzt zunehmend schwieriger, einen Ausrichter für Europas größtes regionales Jugendsportevent zu finden. Die Mitgliederversammlung des Trägervereins Ruhrolympiade mit Vertretern des Regionalverbandes Ruhr, des Landessportbundes NRW und der Sportjugend NRW mit den Sportjugenden der Teilnehmerstädte, des Vereins pro Ruhrgebiet und des NRW-Sportministeriums beschloss daher im Jahr 2013 die Ruhrolympiade auszusetzen. Nun richtet sich der Blick der Vereinsmitglieder und ihrer Vorsitzenden Karola Geiß-Netthöfel, die als Regionaldirektorin auch das Trikot des Regionalverbandes Ruhr trägt, auf die Ruhr Games 2015.

Weitere Informationen zu den Ruhr Games gibt es hier